Hummel und Distelfalter (23.6.19)

Am 19. Juni stellten wir oberhalb Amden einen starken Distelfalterzug fest. Innerhalb 10 Minuten sahen wir über 10 Falter, die vom Toggenburg her Richtung Zürichsee flatterten.

Nun kann man in der Region Zürich an geeigneten Orten diese Wanderfalter bei der Nahrungsaufnahme beobachten.

Nicht nur Falter, auch Bienen, Solitärbienen und Hummeln (im Bild die Dunkle Erdhummel) lieben den Natterkopf, eine Blume die eine grossartige Bienenweide ist. Die Hummeln besuchen auch gerne den roten Klatschmohn.

Mittelwallis (1.6.19)

Die Auffahrtstage verbrachten wir im nachmittags sehr heissen Mittelwallis.

Es ergaben sich sehr schöne Beobachtungen. Direkt vom Zelt aus sahen wir durchs Fernrohr an eine Grünspecht-Höhle, wo fleissig gefüttert wurde und die Jungen die Köpfe herausstreckten. Mindestens drei Wendehälse riefen dort, waren zum Teil exponiert schön zu sehen. Ein Gartenrotschwanz sang, Girlitz und Stieglitz waren nah, und nachts erfreuten wir uns am Ruf der Zwergohreule.

Im Waldbrandgebiet gab es Zippammern, 2 Steinrötel, Wiedehopf und - leider nur hörbar - Steinhühner. Die Berglaubsänger waren allgegenwärtig.

Im Leukerfeld beeindruckten die vielen Bienenfresser.

 

Schwarzhalstaucher (30.5.19)

Am oberen Genfersee halten sich zwei Pärchen des Schwarzhalstauchers auf. Alle vier sind im Prachtkleid. Die Schmuckfedern seitlich des Kopfes glänzen im Sonnenlicht golden.

Krabbenspinne (22.5.19)

Beim schweisstreibenden und Rücken plagenden Jäten entdeckte ich in einem Löwenzahn-Samenstand eine Braune Krabbenspinne (so sie richtig bestimmt ist). Zum Glück war der Fotoapparat nicht weit weg, und Spinnen fliegen ja in diesem Stadium gottseidank nicht einfach weg.

Einige Tage vorher sah ich beim Bürkliplatz eine weibliche Rotschulterente - woher die wohl stammt? Ein Männchen gab es ja auch schon vor einiger Zeit in der Gegend.

Handzahm (17.5.19)

Im Schrebergarten brüten Kohlmeisen. Das Weibchen ist nun ziemlich genau 1 Jahr alt. Bereits im letzten Herbst lernte es schnell, dass eine Handfläche nichts Schlimmes sein muss, vor allem wenn darauf ein wenig Baumnuss liegt.

Diesen Frühling brütete es zusammen mit einem älteren und scheuen Männchen. Gerne holten sich die beiden gelegentlich Zwischenverpflegung für sich selbst. Daneben sammelten sie intensiv Räupchen und Insekten auf dem Boden unter Blättern und in den Obstbäumen für die Jungen.

Nun sind die Jungen flügge, und das Weibchen giggerig auf Baumnuss. Es fliegt ins Gartenhaus hinein, wo die Nüsschen versteckt sind, sass mir auch schon auf die Schulter, und setzt sich auch auf die Hand und hackt am bisschen Nuss herum. Es braucht bei seiner intensiven Bettelei viel Überwindung, die Portion zu rationieren, denn viel besser bekommt ihm natürlich lebende Nahrung.