Barrenringelnatter (27.7.22)

Bereits um 10 Uhr war es schon fast zu warm für Gartenarbeit. Trotzdem machte ich mich daran, den Kompost umzubauen. Als ich auch die untere Hälfte abgedeckt hatte, staunte ich nicht schlecht: da lag eine leicht gewellte, fast schwarze Wurst. Nach dem zweiten Hinschauen hüpfte mein Herz vor Freude: Da lag eine wunderschöne, grosse und dicke Barrenringelnatter. Ich holte den Fotoapparat und machte einige Bilder, was das Tier über sich ergehen liess, ohne zu flüchten. Sorgfältig deckte ich die Schlange wieder so zu, wie es vorher gewesen war. Mit Kompost umbauen war natürlich nichts mehr, worüber ich nicht unglücklich war. Über die Anwesenheit kann ich nur spekulieren: Verdaute sie gerade eine Maus? Hatte sie im Sinn, hier Eier zu legen? Ich werde es wohl nie wissen, aber dort in nächster Zeit nichts arbeiten.

Wenige Tage vorher konnte ich eine Holzbiene am Muskateller-Salbei beobachten.

Zwergdommel und mehr (28.7.22)

Beim Neeracherried haben die Rohrweihen 5 Junge, zu weit weg für ein Foto. Die Rotmilane sind auch ausgeflogen und lernen nun, selbstständig zu werden.

An der Jonamündung sucht eine diesjährige Zwergdommel am Schilfrand nach Nahrung. Sie ist sehr vorsichtig und sitzt selten ganz frei.

Ein Jungstar suchte auf der Wiese ziemlich unbekümmert Nahrung.

 

Zippammer mit Gottesanbeterin (12.7.22)

Frühmorgens oberhalb Brentjong war ja nicht gerade viel los: Hauben- und Tannenmeise, Berglaubsänger, Grün- und Buntspecht. Der hohe einsilbige Ruf liess nach einer Zippammer suchen. Gefunden hat sie Susanne, und ich konnte dann eine Zippammer mit einer Gottesanbeterin im Schnabel fotografieren. (Wir hatten schon überall nach einer Gottesanbeterin gesucht - gefunden wurde eine von der Zippammer.) Die Lichtverhältnisse waren nicht gerade berauschend, aber das Erlebnis sehr besonders.

Brautwerbung mit Fisch (24.5.22)

In Finnland gibt es sogenannte Lintutorni, das sind Vogelbeobachtungsplattformen an interessanten Stellen, so wie wir das auch aus der Schweiz kennen.

Einer dieser Lintutorni in Kuusamo war aber schon besetzt - von einer Küstenseeschwalbe. Sie war bald nicht mehr allein, denn eine zweite mit Fisch im Schnabel näherte sich, und es kam zur Fischübergabe. Ich konnte das ganze fotografieren und lasse die Bilder sprechen.

Feeder-Fotografie (26.5.22)

In Nordskandinavien werden vielerorts Vögel gefüttert, nicht nur im Winter. Ist solch ein Feeder bei den Vögeln bekannt, finden sie sich immer wieder dort ein, um sich den Bauch vollzuschlagen.

Nicht selten hat es bei Hotels Futterstellen. Wohl eine der bekanntesten und beliebtesten ist das Hotel Neljän Tuulen Tupa bei Kaamanen. Hier konnte ich einen Lifer (zum ersten Mal beobachteter Vogel) sehr gut fotografieren: den Hakengimpel. Allerdings braucht es etwas Geduld, die Vögel so zu fotografieren, dass sie nicht gerade im Futter hocken, obwohl auch das ganz lustig ist, so zum Beispiel wenn man beim Nachtessen dem Eichhörnchen vor dem Fenster zuschauen kann.

Bei Valtavaara nahe Kuusamo gibt es einen Parkplatz mit Feeder, der im Sommer allerdings nicht betreut wird. Trotzdem finden sich dort regelmässig Vögel ein, die von der Fütterungslust der Menschen profitieren, wie der schnuckelige Unglückshäher.

Eine ganz besondere Fütterungsbeobachtung machten wir in der Nähe von Oulu. Aus einem Privatgarten tönten mehrere Karmingimpel. Der Grund: ein Feeder. Zwar erlaubte mir der Besitzer, den Garten am Rand zu betreten, das Licht kam aber doch von der falschen Seite und die Karmingimpel waren sehr scheu. So gab es nur halbwegs geglückte Aufnahmen.