Schwarzspecht-Fütterung (30.5.21)

2021 geht wohl als Hönggerwald-Schwarzspecht-Jahr in die Annalen ein. Mehrmalige Beobachtungen bei der Nahrungssuche, beim Höhlenbau oder beim Trommeln waren möglich.

Dank Dorothee, welche die Höhle fand, in der schlussendlich gebrütet wurde, konnte ich Fotos von der Fütterung der jungen Schwarzspechte machen. Der einzige Wermutstropfen war die vom Licht her sehr schwierige Situation: ein schwarzer, nicht von der Sonne beleuchteter Vogel vor dem Himmel ist mehr als tricky. Trotzdem ergaben sich schöne Fotos.

Buntspechte fliegen ihre Höhle viel häufiger an, weil sie die Nahrung für die Jungen im Schnabel tragen. Der Schwarzspecht hingegen füllt zuerst seinen Kropf und fliegt die Höhle erst dann an. Zwischen zwei Fütterungen dauerte es jeweils etwa 30 Minuten. Ich war während 4 Fütterungen dort, Männchen und Weibchen kamen abwechselnd. Obwohl ich getarnt war, hatte ich den Eindruck, dass mich die Altvögel realisierten, denn jeweils gegen Ende der Futterübergabe zogen sie sich auf die von mir abgewandte Baumseite zurück - ein Verhalten, welches man auch sonst von Spechten kennt.

Maienfeld (26.5.21)

Die Bündner Herrschaft ist - vor allem im Mai - eine ornithologische Reise wert. Wir nutzten den seltenen trockenen Mittwoch zu einer Exkursion nach Maienfeld und Malans.

Die Beobachtungen - vor allem oberhalb Maienfeld - waren sehr schön: Wendehals, Gartenrotschwanz, Wiedehopf, Zaunammer, Kuckuck, Wiesenweihe, und vieles mehr konnten beobachtet oder gehört werden.

Fotografisch war die Ausbeute weniger gut, immerhin waren Aufnahmen vom Gartenrotschwanz, vom Grünspecht und einem fütternden Star möglich.

Marder am Meisenkasten (18.5.21)

Dass der Steinmarder in meinem Garten immer mal wieder eine Maus holt, ist bekannt und erwünscht.

Er ist offenbar aber ein Feinschmecker (im wahrsten Sinn des Wortes) und roch den Duft junger Kohlmeisen im Vorraum meines Gartenhäuschens. So lag am letzten Sonntag ein Teil des Nistmaterials am Boden. Die Folge war, dass ich die Wildtierkamera umplatzierte. In der Nacht von gestern auf heute arbeitete das kleine Raubtier intensiv am Kasten und versuchte, Nahrung für seine Jungen zu erhaschen. Ich habe den Eindruck, dass er keine Meise erwischte, sondern nur Nistmaterial, bin mir aber nicht sicher. Die Aktion dauerte etwa 5 Minuten. Die Sprünge im Film rühren von der Kameraeinstellung her, jeweils nach 30 Sekunden endet eine Aufnahme und eine neue beginnt.

Hier geht es zum Film

Rauchschwalbe, Wädere und Co. (16.5.21)

Wädere? Das ist unsere Kurzform für Wacholderdrossel. Am Aabach (oberes Ende Greifensee) waren heute Sonntag viele Jungvögel zu füttern und zu bewachen. Das führte zu hoher Aktivität: Schimpfen, Singen, Nahrung suchen, auf Feinde aufpassen, Füttern. Einige Jungvögel hatten noch Flaum auf dem Kopf und konnten noch nicht so richtig fliegen.

Auch bei den Staren gibt es Jungvolk zu füttern.

Die Rauchschwalben im Kaltbrunnerriet wohnen bei der Grynau unter der Brücke und sind noch am Bauen, wozu sie an einer Pfütze nasse Erde holen.

Im Neeracherried sahen wir bei ungünstigem Licht eine Uferschnepfe, eine mittlerweile in der Schweiz seltene Art. Und beim Kreisel hielten sich zwei Baumfalken auf.

Rohrweihe (10.5.21)

Eigentlich suchte ich die auf ornitho.ch gemeldeten Rotfussfalken. Weil aber das Parkplätzchen beim Rondell nicht erreichbar ist, parkte ich in der Nähe von Neerach und beobachtete auf dem Weg Richtung Rondell. Rohrammer, Drosselrohrsänger, Teichrohrsänger, Gartengrasmücke und Rohrschwirl sowie Goldammer waren gut zu hören. Die Möwen sind zum Teil schon am Brüten, andere noch am Balzen.

Über dem Schilf schwebte ein Rohrweihenmännchen, das ich zwei Mal dabei beobachten konnte, wie es ein Stück Schilf auflas und an einen anderen Ort transportierte. Es könnte ein Hinweis auf eine Brut im Neeracherried sein, denn auch ein Weibchen war kurz zu sehen.

Von den Rotfussfalken sah ich übrigens nichts, aber ein Baumfalke war weit entfernt knapp zu erkennen.