Saatkrähe (12.3.26)

Nachdem beim Bahnhof Altstetten vor einigen Wochen kein einziges des letztjährigen Saatkrähennester mehr zu sehen war, wunderte es mich, wie die Geschichte weitergeht. Mindestens 15 Paare hatten sich neue Nester gebaut und bauen noch daran weiter - begleitet von intensivem Krähen. Das Nistmaterial versuchen sie akrobatisch von den Platanen abzubrechen. Heruntergefallene Ästchen werden aufgesammelt, und ist ein Nest nicht bewacht, klauen die anderen Krähen gnadenlos das Nistmaterial.

Beim Bahnhof Stadelhofen fand ich übrigens auch 6 Nester.

PS. Der Wanderfalke am Hochkamin hockt jetzt auf vier Eiern.

Rotkehlchen und Sperber (8.3.26)

Oft war ich im Februar mit der Kamera unterwegs - allein - sie durfte immer nur im Rucksack bleiben.

Nicht gerade berauschende, aber doch recht interessante Fotos gab es von einem Rotkehlchen, welches Efeubeeren frass. Um die Beere abzureissen, drehte es seinen Kopf um 180° nach oben, packte die Beere und riss sie mit der Rückbewegung ab.

Ein Sperber zeigte fast gleichzeitig sein schönes Flugbild.

A propos Greife: Im Hochkamin an der Josefstrasse gibt es bereits wieder ein Ei zu bebrüten.

Rothalstaucher (3.2.26)

Im November erhielt ich von einem Bekannten ein Handyfoto mit einem Wasservogel drauf, aufgenommen an der Schipfe in der Zürcher Altstadt, mit der Frage nach der Art. Es war ein Rothalstaucher. In der Folge wurde immer wieder ein Rothalstaucher vom unteren Seebecken und von der Limmat gemeldet. Trotz vielen Versuchen glückte mir keine Beobachtung, bis gestern, nur hatte ich keine Kamera dabei. Der Vogel schwamm und tauchte ufernah ein bisschen oberhalb des Helmhauses. Ausgerüstet ging heute nochmals dorthin und hatte Glück. Er tauchte zu Beginn am selben Ort wie gestern.

Rothalstaucher brüten im Nordosten Europas. Den Winter verbringen sie an westeuropäischen Küsten und an Binnenseen. Vom Bodensee gibt es vereinzelte Bruten oder Brutversuche.

Im Prachtkleid fällt die schwarze Kopfplatte über der weissen Wange und dem rostroten Hals auf. Im Winterkleid ist er unscheinbarer gefärbt, aber kurzhalsiger als der Haubentaucher. Ein klares Erkennungsmerkmal ist der gelbe Schnabelansatz.

Der Vogel im Winterkleid ist von heute morgen in Zürich, zum Vergleich der Vogel im Prachtkleid aus Finnland 2014.

 

möglicher Taigazilpzalp (2.2.26)

Seit dem 26. Januar wird immer wieder ein Zilpzalp tristis vom Limmatufer Nähe des Gemeinschaftszentrums gemeldet. Heute gingen wir auch dorthin und suchten. Zunächst fanden wir einen Jungorni, der ihn schon gesichtet hatte. Nach längerem Suchen wurde ein Vogel entdeckt, der deutlich weniger kräftig gefärbt war, und ein Kandidat sein konnte. Es wurde beobachtet und geknipst, nur war der Kerl extrem agil und blieb kaum eine Sekunde am gleichen Ort. Dazwischen Fangflüge, dann wieder weg. Und kein verräterischer Ruf. Eine echte Herausforderung.

Ob es sich wirklich um einen tristis handelt, wird wohl die Avifaunistische Kommission entscheiden. Warten wirs ab.

 

 

Ringschnabelente (30.1.26 + 1.2.26)

Die Ringschnabelente ist ein sehr seltener Wintergast, in den letzten Jahren aber häufiger in der Schweiz bebachtet worden.

Für das untere Seebecken ist es die zweite Beobachtung nach 2006 beim Bahnhof Tiefenbrunnen.

2015 hielt sich ein Erpel einige Zeit oberhalb des Stauwehrs beim Werdhölzli auf.

Die Männchen lassen sich von der Reiherente - mit denen sie oft vergesellschaftet sind - an der silbrig-grauen Flanke mit dem weissen Hosenträger sowie an der Schnabelzeichnung erkennen. Auch fehlt der für die Reiherente charakteristische Schopf, hingegen ist der Scheitel auffallend hoch, was den Kopf dreieckig erscheinen lassen kann.