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- Veröffentlicht: Freitag, 28. August 2026 16:15
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Cassons (26.8.26)
Endlich - auf diesen Herbst haben wir gewartet - kann man wieder zum Cassons hochfahren. Das heisst: nicht ganz. Die letzten 200 steilen Höhenmeter muss man selbst unter die Füsse nehmen. Auf dem Grat trafen wir zuerst auf einen Ranger, mit dem wir längere Zeit plauderten und von wo aus man auf eine Gruppe Fotografen schauen konnte, die den einzigen sichtbaren Mornellregenpfeifer umzingelt hatten. Allerdings nur vom Weg aus, denn neu ist das Gebiet geschützt und man darf sich nur noch auf den Wegen bewegen. So fallen natürlich die speziellen Erlebnisse von früher weg, wo man sich abseits setzen konnte und die Mornells dann irgendwann auf einen zu liefen, oft ganz nah, sofern man ruhig blieb. Wir suchten dann nach weiteren Mornells, sahen aber nur noch 2 vorbeifliegen, etwa zur gleichen Zeit, als zunächst ein Bartgeier eine Runde drehte und später noch zwei Gänsegeier durchzogen. Die gewünschten Kleinvögel hielten sich natürlich auch nicht in Wegesnähe auf. Etwa um 13 Uhr machten wir uns - leicht enttäuscht - wieder an den Abstieg. Bei der Bergstation Cassons wimmelte es vor Touristen, und wir flüchteten vor dem Bahnhofstrasse-Feeling.
Das war unser letzter Cassonsgrat-Ausflug, denn gerade billig ist die Sache auch nicht: mit dem Halbtax von Zürich nach Bergstation Cassons kostet ziemlich genau 125 Franken pro Person, am Wochenende noch mehr.

Die Kulisse ist ja schon grossartig, weshalb sich diese Touristin mit den Tschingelhörnern im Hintergrund verewigt.

Der wohl aussichtlose Kampf gegen das Verschwinden von Gletschereis zeigt sich schön am Vorab: Mit Blachen abgedeckte Eisflächen, und daneben schmilzt der Gletscher weg.
Als schöne Erinnerung bleiben Mornell-Bilder von früher, wie hier aus dem Jahr 2015.
