Kormorane am Tagesplatz (18.11.17)

Kürzlich konnte ich in der Region Zürich Kormorane am Tages-Ruheplatz beobachten und fotografieren. Maximal waren 14 Individuen anwesend, einmal gesellte sich - allerdings leicht abseits - ein adulter Graureiher dazu.

Die Kormorane betrieben ausführlich Körperpflege: vom Baden über richten einzelner Federn bis zum bekannten Flügel öffnen. Oft sassen sie aber einfach da und schienen das Nichtstun zu geniessen.

Im Laufe des Nachmittags verliessen die meisten den Ruheplatz um sich nahrung zu beschaffen.

Um auf die Äste zu kommen, gab es zwei Methoden. Entweder per Landeanflug oder direkt aus dem Wasser auf schräg im Wasser liegende Stämme. So oder so gab es jedemal Diskussionen zwischen den schon dort Sitzenden und den Neuankömmlingen; Diskussionen, die mit Schnabelbewegungen und mit Lauten geführt wurden, sich aber sehr bald beruhigten. Beim Platzwechsel wurde geflügelt und gehüpft, oder ab seitwärts gerutscht.

Zwei Individuen waren bereits in Balzstimmung. Sie führten synchrone Bewegungen aus und spielten mehr als 15 Minuten mit einem frisch abgebrochenen Ästchen.

Eine Auswahl der gemachten Bilder sind hier in der Webgalerie zu finden.

Auf dem Heimweg bei bereits diesigem Licht sah ich noch eine Wasseramsel.

Weisstorch, 15-jährig (21.10.17)

Der Weisstorch, der sich auf den Feldern bei der Allmend Katzensee aufhielt, ist beringt. Er trägt die Nummer 7301.

Ich meldete die auf dem Foto abgelesene Ringnummer der Vogelwarte, die mir heute (2.11.17) Informationen zukommen liess.

Das Geschlecht ist nicht bekannt. Beringt wurde der Vogel  am 3.6.2002 in Hombrechtikon. Seither wurde er verschiedentlich gemeldet. Bereits 2009 hielt er sich am Katzensee auf, dann auch 2010, 2011 und 2013. Gerne hält er sich auch im Zoo Zürich auf, z.B. im April und Juni 2012, oder auch im Februar, März und Juni 2011.

Die berühmte besenderte Weissstörchin Max hatte bei ihrem Tod 2012 ein Alter von 13 Jahren erreicht. Storch 7301 hat also schon ein schönes Alter. Allerdings ist der Altersrekord bei 35 Jahren.

 

Holland statt Helgoland (12.-19.10.17)

Als Zeit gewesen wäre für eine Reservation auf Helgoland war gerade die Bahnstrecke bei Rastatt unterbrochen, damals noch nicht klar, für wie lange. So entschieden wir uns, für einmal Holland im Herbst zu bereisen. Zwei Schwerpunkte machten wir: Südholland und Texel.

Wir sahen etwas über 120 Vogelarten, davon einige Schwergewichte: Rothalsgans (zwei Mal), Kleine Schneegans (wahrscheinlich früher mal aus einem Gehege abgehauen), Zwerggans, Odins- und Thorshühnchen, Gelbbrauenlaubsänger, Kiefernkreuzschnabel. Alle Seltenheiten waren im Fernrohr gut zu bestimmen, zum Fotografieren aber viel zu weit weg; am nächsten waren noch das Thorshühnchen und die Kiefernkreuzschnäbel. Aber auch sie: jenseits von guten Fotos.

So konzentrierte ich mich auf Bilder von Gänsen, Möwen und Drosseln. Die Drosseln waren alle am selben Weissdorn und holten sich die Beeren, teilweise auf sehr akrobatische Art. Waren am Montag nur Singdrosseln und Amseln zu sehen, dominierten am Dienstag die Rotdrosseln, die offenbar in grosser Zahl über Nacht angekommen waren.

Alle bearbeiteten Fotos gibt es hier als Webgalerie.

Die Kiefernkreuzschnäbel hielten sich in direktem Gegenlicht auf. So gab es ein "2-Pixel-Scherenschnittfoto"

Mantelmöwe und Silbermöwe

Ringelgans und Weisswangengans

Uferschnepfe (ein spätes Datum für Texel)

Rotdrossel und Singdrossel

 

 

Körperpflege (30.9.17)

Nicht nur Menschen, Katzen und Fliegen (Aufzählung nicht vollständig) betreiben ausgiebig Körperpflege. Nein, auch bei den Vögeln ist das Gang und Gäbe. Einerseits ist da das Sandbad (hier ein Wiedehopf), andererseits das Wasserbad. An einer Wasserstelle in Zürich konnte ich innerhalb von 2 Stunden mehrere Insektenfresserarten beim Baden fotografieren.

Am wildesten trieb es wohl ein Mönchsgrasmückenmännchen.

Nach dieser Anstrengung blieb er kurz mal einfach im Wasser sitzen. Zeitweise waren gleich 3 Mönchsgrasmücken gleichzeitig im Nass.

Ebenfalls ins Wasser trieb es eine Gartengrasmücke sowie Grau- und Trauerschnäpper (siehe auch Blog vom 22.9.).

Auch die beiden Blaumeisen nutzen die gute Gelegenheit.

 

 

 

Im Schlaraffenland (26.9.17)

Diesen Herbst fühlen sich die Eichelhäher so richtig im Schlaraffenland: Es ist Eichelmast.

Zuerst wird ganz genau geschaut, welches wohl die besten Eicheln sind.

Schnell wird der Kropf gefüllt, 3-5 Stück haben Platz.

Mit einer zusätzlichen Eichel im Schnabel geht es zu einem bis 1 - 4 km entfernten Versteck.

Hier wird der Wintervorrat gut versteckt, so dass er für andere Tiere nicht so einfach zu finden ist.